Projektarchiv

Archiv ausgewählter, abgeschlossener Projekte

 

Nosso Jogo | Unser Spiel

2016 wird ganz im Zeichen der Olympischen (5.-21. August 2016) und Paralympischen Spiele (7.-18. September 2016) in Rio de Janeiro stehen. Das öffentliche und mediale Interesse an diesem globalen Sport-Event wird die Initiative Nosso Jogo für eine innovative entwicklungspolitische Bildungs-, Kultur- und Informationsarbeit nutzen.

„Nosso Jogo“ bedeutet „Unser Spiel“ und nimmt Bezug auf die positiven Werte von Sport, wie Fairness, Inklusion, Diversität, Gleichberechtigung und Internationalität. Die Massenproteste vor der WM 2014 haben der Thematik Mega-Sportevents versus Entwicklung und Wahrung von Menschenrechten erstmals globale Sichtbarkeit verliehen.

Die Fortsetzung der Vernetzungsinitiative „Nosso Jogo“ im Olympiajahr verfolgt vier Ziele:

  • Interesse und Neugier für Entwicklungen in Brasilien/ Lateinamerika in Österreich wecken
  • Österreichweit Projekte und Aktionen zu den Sport-Großevents in Brasilien vernetzen und öffentlich besser sichtbar machen
  • Vermittlung einer nicht-stereotypen Wahrnehmung von Brasilien/ Lateinamerika sowie Wissens- und Expertisen-Transfer zu entwicklungspolitischen Fragen
  • Einsatz für bindende Menschenrechtsstandards im Rahmen von Sportgroßereignissen

Nosso Jogo möchte die Entwicklungen, die sich in Brasilien in Zusammenhang mit der Olympia 2016 ergeben, in differenzierter Weise der österreichischen Öffentlichkeit zugänglich machen. Dabei soll ein größeres Interesse an Brasilien geweckt und stereotype Bilder über das Land hinterfragt werden. Die Einbindung der brasilianischen Community in Österreich ist ein wesentlicher Bestandteil. In diesem Rahmen werden in diversen Veranstaltungen Inhalte über brasilianische Kultur, Arbeits-, Frauen- und Kinderrechten, so wie über Sport und Entwicklung dem österreichischen Publikum näher gebracht. Getragen wird Nosso Jogo von Fair Play. Viele Farben. Ein Spiel., VIDC, Südwind, Österreichisches Lateinamerika-Institut, Frauensolidarität, Globalista, Dreikönigsaktion und Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

http://nossojogo.at/

Projektverantwortliche LAI:
Ingrid Fankhauser, MA
Tel.: +43 1 310 74 65 15
ingrid.fankhauser@lai.at

Veranstaltungen zu Nosso Jogo:

Presseaussendung 18. Juli 2016:

Nicht ohne Menschenrechte. Sportminister Hans Peter Doskozil unterstützt die Initiative Nosso Jogo und fordert Fair Play für alle Beteiligten bei der Verabschiedung der österreichischen Athlet_innen.

Die vollständige Presseaussendung finden Sie unter: lai.at/sites/default/files/pa_nossojogo_olympiaverabschiedung_160718_final-1.pdf

Petition: Für verbindliche Menschenrechtsstandards bei Sportgroßevents!

Die Olympische Charta preist das Grundprinzip der menschlichen Würde und verspricht, sich für Frieden, Respekt und ethische Werte einzusetzen. Doch die Menschen in Rio de Janeiro sind wegen der Olympischen Spiele konfrontiert mit:

  • Zwangsumsiedelungen ohne rechtsstaatliche Verfahren und angemessene Entschädigung
  • Polizei- und Militärgewalt
  • Enorme öffentliche Ausgaben in Zeiten von dramatischen finanziellen Engpässen im Bildungs- und Gesundheitssektor

Schreiben Sie an den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Dr. Thomas Bach und schließen Sie sich unseren Forderungen zur Wahrung der Menschenrechte im Schatten von Großsportereignissen an.
>> Petition
 

Organisationteam Nosso Jogo 2016

ProjektträgerInnen:

Logo Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

 

Logo Fairplay VIDC Logo Logo Südwind Logo DreikönigsaktionLogo FrauensolidaritätLogo Ludwig Boltzmann Gesellschaft Logo Globalista

 

Nosso Jogo – Initiative für globales Fair Play

Logo Nosso Jogo

Eine österreichische Initiative zur FIFA Fußball-WM 2014 in Brasilien

Projekt-Laufzeit: 5. Dezember 2013 – 31. Dezember 2014

Projektträger_innen: FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel / VIDC (Leadorganisation), Österreichisches Lateinamerika-Institut (LAI), Jugend eine Welt, Südwind Agentur, Frauensolidarität und Globalista in Zusammenarbeit mit NGOs und Vereinen in ganz Österreich.

Von 12. 6. bis 13. 7. 2014 fand in Brasilien die FIFA Fußball-WM statt. Das öffentliche und mediale Interesse am weltweit größten Sport-Event wurde von der Initiative Nosso Jogo für eine innovative, entwicklungspolitische Bildungs-, Kultur- und Informationsarbeit genutzt. "Nosso Jogo" bedeutet "Unser Spiel". Die weiterhin bestehende Initiative nimmt Bezug auf die potentiell positiven Werte von Sport (Fairness, Inklusion, Diversität, Gleichberechtigung, Internationalität), ist aber kritisch gegenüber neo-liberalen Modellen von Fußball und Gesellschaft und will neue, alternative Sichtweisen auf die aufstrebende Wirtschaftsmacht Brasilien eröffnen.
Projektbericht

Die Initiative Nosso Jogo darf auf ein ereignisreiches Jahr 2014 zurückblicken. Am 5. Dezember 2013 mit einer Pressekonferenz und – im Kern – mit sechs Organisationen gestartet, besteht das Netzwerk von Nosso Jogo nunmehr aus 157 Organisationen, Institutionen und Akteur_innen, darunter 137 auf nationaler und 20 auf internationaler Ebene. Insgesamt haben an den 150 Aktivitäten im Rahmen von Nosso Jogo 23.000 Personen teilgenommen. Arbeitsschwerpunkte von Nosso Jogo waren Arbeitsrechte, Kinder- und Frauenrechte, Sport und Entwicklung sowie Kultur und Dialog.
Nosso Jogo und das LAI

Das LAI hat als Teil der Arbeitsgruppe Kultur und Dialog den notwendigen Raum und die Rahmenbedingungen für die Auseinandersetzung mit bestehenden Stereotypen zu Brasilien und Lateinamerika geschaffen und dazu beigetragen, diese Inhalte unter der Dachmarke „Nosso Jogo“ an die Öffentlichkeit zu tragen. Als eine von acht Projektträger_innen organisierten wir zahlreiche wissenschaftliche Vorträge und Diskussionen sowie kulturellen Begleitveranstaltungen zum Thema. Beim von 4.000 Personen besuchten Nosso Jogo - Festival Arena Brasil am Wiener Karlsplatz widmete sich das LAI dem literarisch-kulturellen Schwerpunkt. Im Herbst 2014 legten wir in einem Round-Table-Event unter dem Motto Wirtschaft im Dialog inhaltlich den Fokus auf  die wirtschaftlichen Auswirkungen der Fußball-WM. Ein vom LAI initiierter Ressourcenpool stellte zudem den nachhaltigen Wissens- und Expertisentransfer im Projekt sicher.
Ausblick

Die FIFA Fußball-WM ist für Brasilien – auf sportlicher Ebene – enttäuschend zu Ende gegangen. Medial wurde uns ein sehr gut organisiertes und reibungsloses Turnier präsentiert. Wie sich das Großereignis auf wirtschaftlicher Ebene auswirken wird, bleibt noch abzuwarten. Fest steht, dass sich nicht nur Brasilien, sondern vor allem auch internationale Sportverbände, deren Sponsor_innen und Investor-innen bedeutend mehr um soziale Gerechtigkeit, um ökologische als auch ökonomische Nachhaltigkeit bemühen müssen.

www.nossojogo.at
www.facebook.com/nossojogo.at

Access2MexCyt

logo von access2mexcyt

Stärkung und Erweiterung von Forschungskooperationen zwischen Mexiko und der EU (November 2009 – April 2012)

Das EU-Projekt Access2MexCyt: Promoting High-Quality Research Opportunities for European Researchers in Mexico (Laufzeit: November 2009 – April 2012) hatte das Ziel, Forschungskooperationen zwischen Mexiko und der EU zu verstärken und zu erweitern sowie Zugangsmöglichkeiten für europäische Forscher-_innen zu mexikanischen Forschungsprogrammen im Bereich Wissenschaft und Technik zu identifizieren.

Es wurde vom Österreichischen Lateinamerika-Institut in Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus Italien, Belgien, Frankreich, Griechenland und Mexiko durchgeführt und aus Mitteln des 7. Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (FP7) der EU gefördert.

54 ICA International Congress of Americanists

 

Logo von 54 International Congress of Americanists

54. Internationaler Amerikanist_innenkongress, Wien (Juli 2012)

Vom 15. bis 20. Juli 2012 fand unter dem Motto Building Dialogues in the Americas / Construyendo Diálogos en las Americas / Construindo diálogos nas Américas in Wien der 54 ICA International Congress of Americanists statt, zu dem rund  4000 TeilnehmerInnen aus Lateinamerika und Europa kamen. Der Kongress wurde von der Universität Wien, dem Österreichischen Lateinamerika-Institut und dem Museum für Völkerkunde organisiert.

Der International Congress of Americanists ist der weltweit größte Amerikanist_innen-Kongress. Er findet seit 1875 ohne Unterbrechung statt und hat somit die längste Tradition in diesem Bereich. Seit 1976 findet er alle drei Jahre statt, der Ort wechselt jeweils zwischen Europa und Lateinamerika.

Die thematischen Rahmengebiete des 54. Kongresses waren Archäologie, Cultural Studies, Wirtschaft, Erziehungswissenschaften, Gender Studies, Geschichte, Menschenrechte, Sprachwissenschaft, Literatur und Medien, Philosophie, Biologische Anthropologie, Politik und Staatstransformation, Postcolonial Studies, Religionswissenschaften, Kultur- und Sozialanthropologie, die sozioökonomische Krise sowie Environmental and Resource Politics.

Alle Symposien und Vorträge können auf der Seite Symposia eingesehen werden.

Akademischer Mobilitätsplan zwischen der Universität Wien und der Universidad Politécnica Salesiana in Ecuador

Akademischer Mobilitätsplan zwischen der Bild zu Universität Wien und der Universidad Politécnica Salesiana in Ecuador

Eine Zusammenarbeit zwischen der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien und den Centros de Ciencias Sociales der renommierten Universidad Politécnica Salesiana (UPS) in Quito verspricht die Stärkung der internationalen Mobilität und die Erhöhung der gesellschaftlichen Relevanz von Lehre und Forschung.

Die 1994 gegründete Salesianer-Universität UPS besteht aus drei Niederlassungen in Quito, Guayaquil und Cuenca und bietet Lehrgänge in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften, Technik sowie Landwirtschaft und Umwelt an. Die Forschung und Lehre in den Bereichen Interkulturelle Erziehung und Bildung, Entwicklungsforschung und Applied Anthropology ist dabei besonders auf indigene und afroamerikanische Gemeinschaften ausgerichtet. Insgesamt zählt die Universität 19.000 Studierende und 800 Dozent_innen. Der Arbeitsplan umfasst die folgenden möglichen Kooperationsbereiche:

  1.   Gegenseitige Besuche und Lehrveranstaltungen von Dozent_innen und Forscher_innen
  2.    Austausch von qualifizierten Student_innen (inkl. Betreuung und Supervision)
  3.    Zusammenarbeit bei der interdisziplinären Forschung
  4.    Zusammenarbeit bei innovativer Didaktik und Weiterbildung
  5.    Publikation von Abschlussarbeiten im ecuadorianischen Universitätsverlag Abya Yala
  6.    Beiträge in Publikationen der UPS

Die geplanten Maßnahmen werden vom Österreichischen Lateinamerika-Institut in Hinblick auf die Einbindung des Interdiszipliären Universitätslehrgangs für Höhere Lateinamerikastudien, organisatorische Fragen und die Aufbringung der finanziellen Mittel unterstützt. Die Anbahnungsphase und die ersten Lehreinsätze in Quito wurde durch eine Förderung der  NGO “Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Österreich” ermöglicht. Die Aufenthaltskosten der Lehrenden in Quito werden von der Universidad Politécnica Salesiana übernommen.

EU-Projekt ENLACE

Logo Enlace

Eine Plattform für den Wissenschaftsdialog zwischen der EU und Zentralamerika (November 2009 – April 2014)

Ziel des EU-Projekts ENLACE – Enhancing Scientific Cooperation between the European Union and Central America (Laufzeit: November 2009 – Oktober 2013) war es, eine Plattform für den biregionalen Wissenschaftsdialog zwischen der Europäischen Union und Zentralamerika zu schaffen. Es wurde aus Mitteln des 7. Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (FP7) der Europäischen Union gefördert. Das Konsortium bestand aus Institutionen in Belgien, Griechenland, Italien, Österreich, Spanien, Ungarn, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Mexiko und Panama.

Eine wichtige Maßnahme zum Aufbau und zur Förderung der Kontakte zwischen Forschungsinstitutionen aus den beiden Regionen war das ENLACE Travel Grant Scheme. Das Reisestipendienprogramm förderte die Mobilität zentralamerikanischer und europäischer Forscher_innen und ermöglichte den Austausch und Kontakt zwischen Forschungsinstitutionen als potentielle Partner für einen gemeinsamen Projektantrag im Forschungsrahmenprogramm der EU.

Erster und zweiter Call:

Der erste und zweite Call des Stipendienprogramms unterstützte die Teilnahme zentralamerikanischer Forscher_innen an internationalen Konferenzen in Europa sowie Besuche bei europäischen Forschungsinstitutionen.

Dritter Call:

Der dritte Call unterstützte Treffen zwischen zentralamerikanischen und europäischen Forscher_innen zur gemeinsamen Vorbereitung eines Projektantrages in den kommenden Ausschreibungen 2012 des Europäischen Forschungsrahmenprogramms. Die gemeinsame Forschung musste in einem der vom Europäischen Rahmenprogramm definierten Forschungsfelder liegen.

Voraussetzungskriterien für die Teilnahme am Stipendienprogramm waren u.a.:

  • Forscher_in aus einem der EU-Mitgliedsländer oder einem der folgenden zentralamerikanischen Länder: Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama
  • Postgraduate und/oder zumindest drei Jahre Forschungserfahrung (Vollzeit)
  • Mitglied einer Forschungsinstitution, einer Institution der Höheren Bildung oder eines KMU, das sich Forschungstätigkeit widmet.
  • Ausreichend Englischkenntnisse zur Teilnahme an einem internationalen Forschungsprojekt

Förderungsgrundsätze: Das Stipendium förderte Kosten bis max. € 3.000 und umfasste Reisekosten (economy class) und Aufenthaltskosten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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