Begegnungen mit Lateinamerika: Naturaneignung und sozial-ökologische Konflikte in Lateinamerika

Veranstaltungsreihe: Begegnungen mit Lateinamerika
Lateinamerika ist eine lebendige Region in konstanter Transformation, deren Vielfalt sich durch alle Lebensbereiche zieht. Starke Gegensätze wie Zerstörung und Nachhaltigkeit, Frieden und Gewalt, sowie Überfluss und Mangel kennzeichnen sie. Während viele Bewegungen darauf abzielen, diese Lücken zu schließen, verstärken andere die Tendenzen in Richtung weiterer Fragmentierung. In einer globalisierten Welt lassen sich die Zusammenhänge dieser aktuellen Dynamiken auch in lokalen Transformationsprozessen und im alltäglichen Leben finden.
Das Haus der Begegnung und das Österreichische Lateinamerika-Institut wollen mit dieser Veranstaltungsreihe das Verständnis und das Engagement für alternative Lebensformen fördern. Wichtige Daten und Fakten sowie aktuelle Themen werden aus einer Perspektive von Inklusion und Diversität erforscht und diskutiert. Das Ziel ist, das unglaubliche Potenzial Lateinamerikas zu zeigen. In Form von Impulsvorträgen mit konkreten Beispielen und Erfahrungen aus der Praxis, werden den Teilnehmer_innen eine interdisziplinäre Sicht auf aktuelle Kernthemen angeboten und zu einer kritischen, empathischen und engagierten Partizipation eingeladen.

7. Mai „Naturaneignung und sozial-ökologische Konflikte in Lateinamerika“
mit Fernando RUÍZ PEYRÉ, Universität Innsbruck.

Die Natur in Lateinamerika ist gekennzeichnet durch eine unglaubliche Vielfalt und Schönheit. Allerdings kann die Natur nicht getrennt von der Gesellschaft betrachtet werden. Die Beziehungen zwischen Gesellschaft und Natur haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Dabei spielen soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte (wie Globalisierung, Neo-Extraktivismus, Neoliberalismus oder Populismus) eine wichtige Rolle.
In diesem Vortrag werden die sich verändernden Formen der Naturaneignung und die daraus resultierenden sozial-ökologischen Konflikte anhand von konkreten Fallbeispielen präsentiert.

Fernando RUÍZ PEYRÉ
Studium der Geographie in Mendoza (Argentinien) und Tübingen (Deutschland); Promotion in Geographie in Innsbruck (2014). Seit 2011 ist er Universitätsassistent am Institut für Geographie der Universität Innsbruck. Er erhielt das ÖAD-Stipendium im Nord-Süd-Dialog-Stipendienprogramm. Forschungsgebiete: Ländlicher Raum, Ressourcen (Bergbau), Mensch-Umwelt-Beziehungen, Politische Ökologie, Nord-Süd-Beziehungen und Lateinamerika-Forschung.

Informationen
Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck
Beitrag: € 29,- pro Termin
(€ 120,- bei Buchung aller 5 Termine)
Zielgruppen: Die Reihe “Begegnungen mit Lateinamerika/Encuentros Latinos“ richtet sich an Studierende, Berufstätige und Lateinamerika-interessierte Menschen, die den Blick auf Lateinamerika schärfen wollen - im Zuge von Projekten und Initiativen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit oder einfach aus Wissenslust.
Sie heißt alle Personen willkommen, die ihren Horizont für den Lebensraum Lateinamerika erweitern und vertiefen möchten.
Veranstalter: Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck in Kooperation mit dem Österreichischen Lateinamerika-Institut (LAI), Wien.
Mit der freundlichen Unterstützung vom UNESCO Chair for Peace Studies und dem ZIAS - Zentrum für Interamerikanische Studien Universität Innsbruck.

Kontakt:
Pia Netzer
pia.netzer@dibk.at oder hdb.kurse@dibk.at
Tel. 0512/587869-42

Weitere Termine:

Jeweils 18:00 – 21:00 Uhr im Haus der Begegnung

Folder zur Veranstaltungsreihe: https://lai.at/sites/default/files/downloads/lateinamerika_a4.pdf