Politische und gesellschaftliche Transformationsprozesse in Lateinamerika: Erfolge, Grenzen, Möglichkeiten

Interdisziplinärer Universitätslehrgang für Höhere Lateinamerika-Studien WS 2012/13
Modul Politik

Leitung: Ulrich Brand, Bettina Köhler, Matthias Zitterbart

Die Wahlsiege progressiver Parteien bzw. Parteienbündnisse und das Wiedererwachen sozialer Bewegungen in Lateinamerika seit Mitte der 90er Jahre haben eine breite wissenschaftliche und politische Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen progressiver Kräfte und Projekte sowie die durch sie ausgelösten bzw. zu begleitenden politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse unter den herrschenden Rahmenbedingungen entfacht. Im Streben nach Alternativen in teilweise sehr unterschiedlichen sozialen, politischen und ökonomischen Kontexten bewegen sich die Prozesse zwischen Widerstand und Realpolitik, zwischen anti-kapitalistischen und "normal"-kapitalistischen Ansätzen, zwischen lokalen Basisinitiativen und reformorientierten Regierungsprojekten. Reichweite und Tiefe gesellschaftlicher Transformationsprozesse variieren ebenso wie darin eingeschlossene und reproduzierte Widersprüche.